Repertoire

JEEPS

Nora Abdel-Maksoud

Erbschaftsdystopie

Vorstellungsdauer | 1h35 | Keine Pause
Premiere A | Donnerstag, 01. Oktober 2026
Premiere B | Freitag, 02. Oktober 2026
Inszenierung Hans Dreher
Bühne Kostüme Clara Eigeldinger

In einem Jobcenter beginnt ein Gedankenspiel, das schnell außer Kontrolle gerät. Zwei Sachbearbeiter treffen auf zwei Frauen, die das System herausfordern – nicht laut, sondern hartnäckig. Denn hier gilt eine neue Regel: Erbe wird nicht weitergegeben, sondern verlost. Herkunft verliert an Bedeutung, Zufall gewinnt.

Silke will behalten, was sie hat. Maude braucht, was ihr zusteht. Zwischen Formularen und Vorschriften geraten die Fronten ins Rutschen. Was eben noch feststand, wird verhandelbar – und mit jeder Entscheidung verschiebt sich die Frage, was gerecht ist.

Die Münchner Theaterautorin Nora Abdel-Maksoud schreibt Stücke, die gesellschaftliche Konflikte mit scharfem Humor freilegen. Auch Jeeps folgt keinem klassischen Lösungsweg: Die Idee des verlosten Erbes dient als Ausgangspunkt für ein Experiment, das zeigt, wie schnell Gewissheiten kippen – und wie nah sich Eigeninteresse und Gerechtigkeit kommen.

Man kann sich keine treffendere Besetzung wünschen

Erben will geglückt sein Erben ohne Familie, dafür per Losverfahren: Nora Abdel-Maksouds «Erbschaftsdystopie» ist im Wolfgang Borchert Theater eine bitterböse Gesellschaftskomödie, die in vielen Bereichen punktet – aber nicht in allen. Wie schön ist es zu erben – und wie riskant. Das muss die schicke Silke erfahren, als sie glaubt, das große Los gezogen zu haben. Denn statt eines hübschen Vermögens wurde ihr ein Haufen Schulden zugespielt. Was sie nicht ahnen konnte, weil Erbschaften neuerdings vom Jobcenter per Losverfahren zugeteilt werden. Diese kuriose Vision hat Schauspielerin und Autorin Nora Abdel-Maksoud entworfen: Bei einem Todesfall geht das Erbe nicht an die Hinterbliebenen in der Familie, sondern wird eingezogen, und jeder, der ein Los ergattert, kann zum Erben werden. Ungerecht, findet Silke, die sich vom früheren Besitz ihrer Eltern ein schönes Leben machen will, aber auch mit einer Stiftungsgründung kokettiert. Ein paar Kröten durchs Pfandflaschensammeln Gerecht, findet Maude, die als «Hartz-IV-Kundin» im Jobcenter auf Silke trifft und nicht einsehen mag, dass deren tote Eltern nach den bisherigen Regeln über mehr Geld verfügen als sie selbst. Muss sich Maude doch sogar die paar Kröten, die sie durch das Sammeln von Pfandflaschen ergattert, auf die Unterstützung anrechnen lassen. Im Wolfgang Borchert Theater spielen Ivana Langmajer als Silke und Katharina Hannappel als Maude die Gegensätze beherzt aus: Man kann sich keine treffendere Besetzung wünschen. Regisseur Hans Dreher hat allerdings nicht durchweg das beste Timing, etwa bei Maudes Wortfindungsstörungen oder den Bedrohungsszenarien im Jobcenter. Einen eher abstrakten Bühnenraum hatte die Autorin für ihre Uraufführungsinszenierung in München gewählt. Den schuf auch Ausstatterin Clara Eigeldinger in Münster, geprägt von wenigen großen, abstrakten Elementen und kurzen Einblendungen auf der Rückwand (Adela Knajzl, Christine Rockenfeller). Der weitgehend leere Raum ist schön zu nutzen und zu beleuchten, hat aber Nachteile in der speziellen Akustik des Borchert-Theaters: Da geht schon mal eine Pointe akustisch unter. Und Pointen gibt es natürlich in dieser «Erbschaftsdystopie», deren erzählerische Grundstruktur bisweilen an dramatisierte Prosa erinnert. So darf der knarzige Jobcenter-Mitarbeiter Gabor (Gregor Eckert mit aufgeklebtem Schnäuzer) mehrmals zweideutig betonen: «Ich verwahr Lose», und sein Vorgesetzter peinigt ihn mit Peniswitzen: Niclas Kunder trägt als Armin die Hauptlast der Erzählung und genießt es, den Charakter mit demonstrativer Lässigkeit zu zeichnen. Seine fiesen Witze zielen auf die keineswegs geheime Leidenschaft Gabors für einen sündhaft teuren Geländewagen jener Art, die im Gegensatz zum titelgebenden Jeep das Gelände eher scheut. Als optische Pointe trägt das Quartett Rennanzüge mit dem dekorativen Stern drauf. Passende Münster-Bezüge Dem gut neunzigminütigen Stück wurden, ganz nach der Vorstellung Nora Abdel-Maksouds, ein paar passende Münster-Bezüge eingearbeitet, vom Pumpernickel über Preußen Münster bis zu Brillux. Das münstersche Publikum nahm das bei der Premiere am Donnerstag mit Wohlwollen auf und spendete reichen Beifall, der vor allem den vier Akteuren galt. Etwas mehr Schärfe angesichts der gesellschaftlichen Umstände, die das Stück thematisiert, hätte der Inszenierung nicht geschadet. [Westfälische Nachrichten]
 

eine böse, intelligente und verstörende Komödie

JEEPS, die schrille, überdrehte Dystopie von Nora Abdel-Maksoud, geht jetzt auch in Münster über die Bühne. Am vergangenen Donnerstag (1. Oktober) war Premiere im Wolfgang Borchert Theater. Es war nur eine Frage der Zeit, wann JEEPS, das landauf, landab gefeierte Stück der Münchner Theaterautorin, Regisseurin und ehemaligen Schauspielerin, auch im Wolfgang Borchert Theater gespielt wird. Wo denn auch sonst. Seit seiner Uraufführung an den Münchner Kammerspielen 2021 ist das Stück auf vielen Bühnen zu sehen. Das überrascht nicht, denn selten wird über Vermögen, Herkunft und soziale Ungleichheit so respektlos und komisch gesprochen. Das gesellschaftskritische Stück dreht sich vor allem ums Erben, nimmt aber nebenbei auch Bürokratie, Gerechtigkeit, Sozialhilfe, Bürgergeld und einiges mehr aufs Korn. Den Wahnsinn des Erbens und Armseins verhandelt Abdel-Maksoud als rasanten Schlagabtausch zwischen Betroffenen und Behördenmitarbeitern. «Schluss mit der Eierstocklotterie. Willkommen bei der neuen Erbschaftsreform.» So einfach kann Revolution sein. Jedenfalls im Theater. In JEEPS wird die familiengebundene Erbfolge abgeschafft und durch ein «bedarfsgerechtes Zufallsverfahren» ersetzt. Wer stirbt, vererbt nichts mehr an Kinder oder Verwandte. Das Vermögen wandert in einen großen Topf und wird verlost. Jeder darf mitspielen. Zuständig für die Lose sind ausgerechnet die Jobcenter. Das klingt nach einer ziemlich verrückten Idee und nach einem Stück, das hohe Erwartungen weckt. Schließlich geht es um eine der großen Gerechtigkeitsfragen unserer Gesellschaft. So absurd die Versuchsanordnung klingt, so real ist ihr Hintergrund. Immer wieder flammt die Diskussion darüber auf, wie Erbschaften und große Vermögen besteuert werden sollen. Grundlegend geändert hat sich bislang wenig. Die schreiende Ungerechtigkeit scheint zementiert. Vermögen ist in Deutschland extrem ungleich verteilt. Die reichsten zehn Prozent besitzen rund zwei Drittel des gesamten Privatvermögens. Beim reichsten einen Prozent konzentriert sich etwa ein Drittel. Unternehmens- und Immobilienbesitz ballt sich besonders stark an der Spitze. Ein erheblicher Teil dieser Vermögen wird vererbt oder verschenkt. Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gehen von bis zu 400 Milliarden Euro jährlich aus, wobei ein großer Teil wegen der Freibeträge in keiner Erbschaftsteuerstatistik auftaucht. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung besitzt dagegen zusammen nur einen verschwindend kleinen Anteil. Das ist und bleibt ein Skandal. Das ist der Sprengstoff, mit dem Abdel-Maksoud spielt. Während über ein paar Euro mehr oder weniger Bürgergeld erbittert gestritten wird, wandern große Vermögen von einer Generation zur nächsten. Wer in die richtige Familie geboren wird, hat das große Los gezogen, bevor er überhaupt laufen kann. Abdel-Maksoud dreht das Prinzip um. Das Ende der Eierstocklotterie. Was bisher Schicksal war, wird nun qua Gesetz tatsächlich zur Lotterie. JEEPS beginnt mit einem Prolog und zerlegt seine Versuchsanordnung anschließend in kleine Kapitel und Szenen. Fast wie ein Pamphlet wird eine Behauptung aufgestellt und anschließend durchgespielt: Schluss mit der familiengebundenen Erbfolge. Her mit dem Zufall. Dann sehen wir mal, was passiert. Im Amt sitzen Gabor (Gregor Eckert) und Armin (Niclas Kunder). Gabor liebt Vorschriften und seinen Mercedes G 400, auf den er 13 Jahre gespart hat. Weil er gesichtsblind ist, gilt er als geradezu idealer Beamter für die «Losvergabe ohne Ansehen der Person». Armin bezeichnet sich selbst als «seelischen Wasserbüffel». Dann tauchen Silke (Ivana Langmajer) und Maude (Katharina Hannappel) auf. Silke sollte eigentlich zwei Wohnungen und ein Bootshaus ihres verstorbenen Vaters erben. Daraus wird nun nichts. Reich findet sie sich trotzdem nicht. Das Geld war schließlich fest für ihr Start-up eingeplant, das aus gebrauchten Reitklamotten modische Taschen macht. Maude wiederum ist «Bürgergeldempfängerin im Langzeitbezug» und hat mit Gabor noch eine Rechnung offen. Er hat sie beim Pfandflaschensammeln erwischt und den Erlös auf ihre Leistungen angerechnet. Ihr bleiben nur ein paar Euro. Jetzt wollen beide Frauen etwas vom Staat. Und beide finden, dass ihnen Unrecht geschieht. Damit ist Abdel-Maksouds Versuchslabor eingerichtet. Vier Menschen, vier Interessen und ziemlich unterschiedliche Vorstellungen von Gerechtigkeit. Die Sache wird allerdings kompliziert, sobald es ums eigene Geld geht. Selbst Gabor gerät ins Wanken. Der pflichtbewusste Sachbearbeiter, der eigentlich über die korrekte Durchführung des neuen Verfahrens wachen soll, hortet heimlich Lose. Auch er möchte sich lieber ein schönes Erbe herauspicken, als sein Glück dem Zufall zu überlassen. So viel zur Unbestechlichkeit des neuen Systems. Abdel-Maksoud macht daraus keinen sozialpolitischen Vortrag. Ihr Text ist selbst schon grell, schnell und ziemlich durchgeknallt. Peniswitze treffen auf Klassengesellschaft, Sozialhilfe auf Start-up-Sprech, Gewalt auf Bürokratie. Was passiert, wenn ein Bürgergeldempfänger tatsächlich zur Waffe greift? Auch diese Bedrohung gehört zur Versuchsanordnung. Das Stück greift tief in die Trickkiste des Theaters. Szenen werden angehalten, zurückgespult und noch einmal gespielt. Maude trägt dafür eine imaginäre Videokamera vor der Brust, dargestellt durch eine kleine Käsereibe. Rückblenden kippen in die Gegenwart, Figuren kommentieren ihre eigene Geschichte. Dabei verweigert JEEPS die bequeme moralische Sitzordnung. Silke ist privilegiert. Natürlich. Aber ist es deshalb gerecht, ihr das Erbe ihres Vaters wegzunehmen? Maude hat fast nichts und versucht, mit Flaschensammeln über die Runden zu kommen. Die neue Ordnung produziert ihre eigenen Absurditäten. Gastregisseur Hans Dreher setzt in seiner Inszenierung noch eins drauf. Gesprochen wird schnell, oft viel zu schnell. Stimmen überschlagen sich. Es wird geschrien, gesprungen und gestritten. Trinkbecher und Gläser fliegen in die Kulissen. Bei der Bestattung von Silkes Vater knallt ein Blecheimer auf den Bühnenboden, ein Blechtablett geht lärmend zu Boden. Es scheppert und kracht zuverlässig. Fast könnte man meinen, der Text brauche akustische Verstärkung. Dabei gibt es schöne, genau beobachtete Einfälle, etwa das Modellauto, das Gabors ganzen Stolz auf seinen Jeep im Spielzeugformat vorführt. Das Modellauto steht wie eine Devotionalie auf seinem Schreibtisch. Oder die Bleistifte: Gabor spitzt sie immer wieder sorgfältig an, um sie im nächsten Anfall der Verzweiflung zu zerbrechen und wegzuwerfen. Das hat etwas von Louis de Funès, diesem zwischen Pedanterie und Explosion pendelnden Meister der kontrollierten Hysterie. Das Ensemble wirft sich mit beträchtlichem körperlichem Einsatz in diesen Irrsinn. Gregor Eckert macht aus Gabor einen verbohrten Diener der Vorschrift, dessen Ordnungsliebe jederzeit in Kontrollverlust umschlagen kann. Niclas Kunder gibt Armin, eine Mischung aus Amtsautorität und Absurdität. Katharina Hannappel treibt Maudes Sprach- und Gedankensprünge ins Groteske. Sie leidet unter Wortfindungsstörungen und sieht jedes Mal «etwas in der Hose» des pflichtversessenen Beamten. Ivana Langmajer lässt hinter Silkes Empörung immer wieder die verzweifelte Tochter erkennen. Diese Frau hält sich selbst keineswegs für reich. Sie möchte lediglich das behalten, von dem sie ihr Leben lang angenommen hat, dass es irgendwann ihr gehören würde. Und plötzlich ist der Gedanke nicht mehr ganz so abwegig, ihren Ärger zu verstehen. JEEPS bringt alles mit für eine böse, intelligente und verstörende Komödie über eine Gesellschaft, die bei Gerechtigkeit gern große Worte macht und beim eigenen Geld erstaunlich kleinlich wird. Hans Dreher vertraut diesem Text jedoch nicht wirklich. Er überdreht, was bereits überdreht geschrieben ist und dadurch wird es streckenweise albern. Das schadet vor allem der Sprache. Abdel-Maksouds Sätze sind schnell. Eine Pointe jagt die nächste. Wenn die Schauspieler auf höchster Drehzahl sprechen, die Stimmen sich schrill überschlagen und der nächste Gegenstand schon auf den Boden kracht, bevor die Pointe angekommen ist, wird es schwer, dem Text zu folgen. Manches ist schlicht kaum zu verstehen. Argumente und Bosheiten verschwinden im Lärm. So wird aus einer präzise gesetzten Pointe ohrenbetäubende Schrillheit, aus der Groteske stellenweise Klamauk. Das ist vor allem anstrengend und leider nur mäßig unterhaltsam. Das ist umso bedauerlicher, weil JEEPS eine spannende Frage stellt und die Antwort erfreulich offenlässt. Eine radikale Erbschaftsreform soll die Ungerechtigkeit der alten Ordnung beseitigen. Stattdessen entstehen neue Ungerechtigkeiten, neue Tricks und neue Begehrlichkeiten. Selbst der Beamte greift in die Lostrommel. Eigentlich müsste einen diese Dystopie beunruhigt und aufgewühlt aus dem Theater schicken. Die Münsteraner Inszenierung erreicht allerdings das Gegenteil. Nach all dem Geschrei, Geschepper und Chaos ertappt man sich bei einem erstaunlich konservativen Gedanken: Um Gottes willen, lasst es doch einfach beim Alten. Das ist die unfreiwillige Dialektik dieses Abends. Eine Farce, die das bestehende Erbrecht erschüttern will, endet als dessen Bestätigung. [Westfalium]
 

Sarkastische Formulierungen und witzige Pointen geben sich in diesem rasanten Verteilungskampf die Klinke in die Hand

Warum nicht mal erben, ohne dass die Verwandtschaft gestorben ist? Ein Griff in die Lostrommel – und schon schleppt man eine Million aus dem Jobcenter mit nach Hause anstatt den Antrag auf Bürgergeld. Autorin Nora Abdel-Maksoud stellt in ihrem Gedankenspiel das Erbschaftsrecht auf den Kopf – und ruckzuck liegen die Nerven blank. So geschehen am Wolfgang Borchert Theater in «Jeeps». In Zeiten globaler und sonstiger Krisen sind die Themen «soziale Ungleichheit» und «Umverteilung» nun noch eine Schüppe drauf. Das Münsteraner Schauspielhaus bringt die Satire der Münchner Autorin, bekannt für ihre scharfe Zunge und einen ebensolchen Blick auf die Dinge des Lebens, seit dem Wochenende auf die Bühne. Ein Experiment in der Regie von Hans Dreher, das die menschliche Natur wieder einmal ziemlich alt aussehen lässt. Mit dem neuen Erbschaftsgesetz nach dem Motto «Die Herkunft verliert, der Zufall gewinnt» gibt es keine biologischen Erben mehr, jeder kann ein Los beantragen und sein Glück versuchen. Kein Wunder also, dass es im Jobcenter hoch hergeht, vor allem als die bestens aufgelegte Ivana Langmajer als gerade vaterlos gewordene Silke hereingefegt kommt. Auch ihr Erbe wurde für die Allgemeinheit freigegeben. Jetzt will aber auch sie zumindest an die Lostrommel. Langmajers Auftritte – oder besser Ausraster – sind sehenswert. Sarkastische Formulierungen und witzige Pointen geben sich in diesem rasanten Verteilungskampf die Klinke in die Hand. In den Jobcenter-Hallen treffen «Reichstumsbetroffene» auf «Opferwürste» – wie etwa Maude (Katharina Hannappel). Sachbearbeiter Gabor (Gregor Eckert) hat mal eben das von ihr gesammelte Flaschenpfand von ihrem Bürgergeld abgezogen. Maude und Silke, Gründerin eines Start-Ups für Fahrradtaschen (die Autorin besteht auf örtliche Bezüge in ihrem Theaterstück) wollen ihre Wut loswerden. Am liebsten bei Gabor oder besser: seinem Jeep unten auf dem Parkplatz, dieser «Schaumkrone des Spätkapitalismus». Das Jobcenter, mit dem Roulettespiel beauftragt, bekommt auf der Borchert-Bühne kaum Konturen. Die Schauspieler agieren in ihren überzeichneten Rollen zwischen überdimensionalen Pappaufstellern und Sprechblasen, in denen thematische Schlaglichter aufblinken. Darunter ein guter alter Bekannter: Robin Hood, Otto Waalkes’ «Rächer der Enterbten, Beschützer von Witwen und Waisen». Gabors Kollege Armin (Niclas Kunder) macht das spielfreudige Ensemble, das in Rennanzügen steckt, komplett. Ganz wichtig: Er verdient mehr als Gabor! Der Hochgeschwindigkeitsschlagabtausch ufert aus, und nicht alles ist am Ende nachvollziehbar. Ziemlich verrückt, diese Neiddebatte, zu sehr, um den Finger richtig tief in die Wunde zu legen. [Die Glocke]
 

Termine & Karten

Dezember

DI
01.
20:00
MI
02.
20:00

Dezember