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Dario Fo

1 | BEZAHLT WIRD NICHT!
Komödie. Deutsch von Peter O. Chotjewitz.
Premieren | Freitag und Samstag, 21. + 22. August 2020 | 20 Uhr
Vorstellungsdauer | 2 1/2h | Eine Pause.

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Fotos © Klaus Lefebvre

Endlose Preiserhöhungen im italienischen Mailand bringen die Freundinnen Antonia und Margherita mit vielen anderen Frauen dazu, sämtliche Supermärkte zu plündern und ihre Einkäufe anschließend nach Hause zu tragen, denn: "Bezahlt wird nicht!" Zu Hause haben die beiden Probleme, ihr Diebesgut zu verstecken – denn nicht nur fürchten sie die Hausdurchsuchungen der Polizei, sondern vielmehr Antonias ahnungslosen und gesetzestreuen Ehemann Giovanni. So entsteht ein fulminantes Verwirrspiel voller absurder Ideen von erfundenen Schwangerschaften oder angeblich verstorbenen Polizisten . . .

Eine hochkomische, pointierte und sozialkritische Farce über das Aufbegehren eines jeden Einzelnen gegen die sozioökonomische Not.

In BEZAHLT WIRD NICHT! entwarf der italienische Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo eine bissige politische Utopie voll komödiantischer Elemente, die in der Tradition des italienischen Volkstheaters steht. Dem Stück wurden zur Zeit der Veröffentlichung (1974) kommunistische und aufrührerische Tendenzen unterstellt. Wenige Monate später verübten Wagemutige, vom Stück inspiriert, tatsächlich "proletarische Einkäufe", die der Autor aber als unrechtmäßige Bereicherung verurteilte. 

Inszenierung | Tanja Weidner
Bühne & Kostüme 
| Annette Wolf

Mitwirkende | Florian Bender | Rosana Cleve | Markus Hennes | Johannes Langer | Jürgen Lorenzen  

PRESSESTIMMEN

"BEZAHLT WIRD NICHT!, zurecht als Farce und Groteske eingestuft, bringt in der Regie von Tanja Weidner, die das Stück schon vor der Krise aussuchte, scharfe Gesellschaftskritik und Tempo auf die Bühne des Borchert-Theaters."
WN, 23.8.20.

"Dem Publikum, das auf Abstand platziert war, gefiel diese Spielart. [...] Beherzt und professionell setzte das Ensemble eine Inszenierung von Tanja Weidner um, die Dario Fos Blick auf die Not einfacher Leute mit heutigen Beispielen aktualisierte."
Westfälischer Anzeiger, 23.8.20

"Turbulenter hätte man kaum in die neue Spielzeit starten können: [...] Das ebenso saukomische wie sozialkritische Stück ging derartig rasant über die Bühne, dass dem Publikum kaum Zeit zum Atemholen blieb. Die neue Spielzeit startet mit einem unterhaltsamen Abend erster Güte. [...] Keine Frage: Die Spielzeit startet mit einer Meisterleistung. Was kann man mehr von einem Theaterstück erwarten."
Westfalium, 24.8.20

"Dario Fos Komödie BEZAHLT WIRD NICHT!  vom Aufbegehren der einfachen Leute gegen ihre soziale Not, die am Freitag im münsterschen Wolfgang-Borchert-Theater Premiere feierte, ist gespickt mit derben, grotesken, boulevardesken und wirklich spaßigen Einlagen."
Die Glocke, 24.8.20

"Was den Abend absolut sehenswert macht, ist Tanja Weidners Gespür für Dario Fos Farce, deren sich bis zur Absurdität aufschwingenden Dialoge sie punktgenau in Szene zu setzen weiß. Da stimmen denn auch Tempo und Rhythmus perfekt. Weidner zeigt große Übersicht über das ausufernde Geschehen, dirigiert ihr Personal auf das Feinste. Und ihr zur Seite steht ein Ensemble, das vor Spielfreude und überbordender Energie nur so sprüht. Allen voran ist Rosana Cleve eine packende, tatkräftige Antonia, die schlichtweg an keiner Stelle um eine Ausrede, eine neue Idee verlegen ist. In nichts nach steht ihr Florian Bender als Giovanni [...]. Er schafft es, den farcehaften Charakter von Fos Text punktgenau erfahrbar zu machen. Johannes Langer gibt als Luigi den perfekten, profanen Proletarier. Den härtesten Job an diesem Abend hat sicher Markus Hennes. Er findet sich plötzlich in der Rolle der Margherita wieder, denn die eigentlich vorgesehene Monika Hess-Zanger hatte während der Endproben einen Bühnenunfall. Und so muss er Margherita sein. Das ist er mit viel Nonchalance. [...] Alle anderen Rollen wollte Fo von einem Schauspieler verkörpert sehen. Und wer Jürgen Lorenzen gesehen hat, weiß warum. Wie er mit stoischer Mimik den staatstragenden Carabiniere und zugleich den im Herzen linksintellektuellen Kommissar verkörpert - das ist einfach großartig."

theater:pur, 25.8.20

"Es geht turbulent zu in dieser Posse mit sozialkritischem Hintergrund. Ernster Realismus und trashiges Beinahe-Chaos wechseln ständig in höchstem Tempo. Dabei verliert Tanja Weidners Inszenierung nie die Übersicht über das turbulente Geschehen. Die überbordende Spielfreude des gesamten Ensembles tut ein Übriges, dem anarchischen Ablauf gerecht zu werden."
Dein Münster, 28.8.20