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Kartentelefon
Ken Campbell 
6 | MR. PILKS IRRENHAUS
Komödie. Deutsch von Brigitte Landes
Premiere | Donnerstag, 19. Januar 2017
Vorstellungsdauer | 1 Std. 40 Min. | keine Pause

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Fotos © Klaus Lefebvre

Was ist Wirklichkeit in diesem Spiegelkabinett des Autors Henry Pilk? Er schreibt wie er trinkt: kontinuierlich von mittags an, bis er nicht mehr kann. Er schreibt auf Zigarettenschachteln, Servietten, Wände, überall hin. Geschichten über den Mann, der in seinem eigenen Arschloch verschwindet, das Huhn, eine Socke in der Suppe, Spione, oder über einen Mann, der nichts mehr unterscheiden kann . . . Wahnsinnig oder genial? Mr. Pilk, die fiktive Gestalt aus der Feder Ken Campbells, liebt den Irrsinn. Für ihn ist ein Irrenhaus das was der Name besagt: "Ein Haus, in das man dich gehen lässt, um darin irr zu sein." Und Ordnung vielleicht nur ein Scherz der Götter. Mr. Pilks umfassendes Werk besteht aus 17 Szenen und einigen nachgelassenen Sequenzen und Briefwechsel. Er beschreibt Figuren, denen der Boden unter den Füßen wegrutscht, die verzweifelt versuchen, das Groteskeste, das ihnen jemals erschien, zu bewältigen: ihr eigenes Leben.

Ein Panoptikum frivol-gruseliger Absurditäten aus der dunklen Kammer des alltäglichen Schreckens für alle Liebhaber des schwarzen englischen Humors. 

Der Brite Ken Campbell (1941-2008) war Schauspieler, Regisseur, Autor und Gründer des Science Fiction Theatre of Liverpool, in dem er unter anderem erfolgreich Douglas Adams‘ Per Anhalter durch die Galaxis auf die Bühne brachte. 1979 lud ihn John Cleese (Monty Pythons Flying
Circus) als Gast in eine Folge von FawltyTowers ein und drehte 1988 mit ihm Ein Fisch namens Wanda. In Deutschland wurde er mit der Roadshow (mit Bob Hoskins) und dem Kinderstück Fazz und Zwoo & Die Schlündelgründer in der Übersetzung von F.K. Wächter bekannt, dessen Schule mit Clowns Campbell seinerseits ins Englische übertrug. MR. PILKS IRRENHAUS (1973) ist sein größter Erfolg. Gezählt sind weltweit an die 200 Inszenierungen.


Inszenierung  | Sven Heiß
Bühne & Kostüme | Stephanie Kniesbeck

Mit | Florian Bender | Alexander Gier | Hannah Sieh


Pressestimmen

Doch zum Glück werden die Geschichten immer schräger und enthalten Wahrheiten und Sehnsüchte. […] Die 140 Minuten im Irrenhaus vergehen jedenfalls wie im Flug.
[allesmünster.de, 20.1.17]

Die 14 Szenen, die Regisseur Sven Heiß in seiner ersten Regiearbeit aus der Komödie des Briten Ken Campbell (1941-2008) als Collage des Wahnsinns ausgesucht hat, führen dem kichernden, befremdeten, dann wieder höchst erheiterten Publikum Gestalten vor Augen, deren Irrsinn zwar übersteigert wirkt, allerdings eben genau das spiegelt, was der menschliche Geist zuweilen trügerisch einflüstern kann. […] Die „Sketchup“-Nummern aus der Wahnsinnswelt zwischen Zwangsneurose und Spontan-Totschlag wirken nur in den ersten Sekunden alltäglich, dann drehen die drei Akteure, das sind Florian Bender, Alexander Gier und Hannah Sieh, mit vollem Stimm- und Körpereinsatz auf. […] Nicht alles was hier zwischen Wahn und Wirklichkeit passiert, spricht spontan an. Manche Wahrnehmungsstörung und mancher Zwang kommen aber sicher dem einen oder anderen Gast bekannt vor.
[WN, 21.1.17]

Anarchisch, frech, respektlos – das sind Adjektive, mit denen man die kleinen Geschichten beschreiben kann. Manches ist wirklich witzig, manches aberwitzig, manche Story wird so auf die Spitze getrieben, dass sie nicht mehr nachvollziehbar ist. […]Mr. Pilk, fiktive Gestalt aus der Feder Campbells, liebt halt den Irrsinn, auf den man sich einfach einlassen sollte.
[Die Glocke, 21.1.17]

Wer so einen trockenen Humor hat […], der muss dahin.
[Radio Q, 20.1.2017]

Die Szenen sind abgefahren, schwarzhumorig und fast immer zum Brüllen komisch. […] Für Liebhaber schwarz-britischen Humors ist Sven Heiß‘ Campbell-Inszenierung ein Muss (wo kriegt man sowas schon mal so bühnenreif serviert) – für alle anderen ist "Mr. Pilks Irrenhaus" eine erfrischende Herausforderung.
[Ultimo 06.02.17]