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Kartentelefon
Jan Sobrie
19 | TITUS
Klassenzimmerstück.
Vorstellungsdauer | 45 Minuten + 30 Minuten Nachgespräch | Keine Pause

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Fotos © Tanja Weidner

Titus steht auf dem Dach der Schule und will springen. Denn für ihn scheint es keinen Platz im Leben zu geben. Nach dem Tod seiner Mutter wächst er allein beim Vater auf. Wer bei seinem Namen an den römischen Feldherrn denkt, irrt. Denn sein Vater, Schlachter von Beruf, hatte ihn nach seinem Lieblingsschwein benannt. Erwachsene verstehen nicht, was in ihm vorgeht. Auch die Jungs in der Schule können ihm nicht wirklich in seinen Gedanken folgen.

Einen Menschen gibt es, der ihm das Leben lebenswert macht: seine neue Freundin Tina. Doch jetzt darf er sie nicht mehr treffen. Denn ihre Eltern meinen, er übe einen schlechten Einfluss auf sie aus. Was also soll das alles noch? Warum sollte er nicht springen?

Eine mitreißende und einfühlsame Geschichte über die Innenwelt eines Jungen, der darum kämpft, dem grauen Alltag einen Sinn zu geben. Sie erzählt von Einsamkeit, Scheitern und Aufgeben, aber auch von Mut und der Hoffnung, nicht allein zu bleiben.

Der belgische Autor Jan Sobrie ist eigentlich Schauspieler und hat diesen Monolog für sich selbst geschrieben. Er wählte eine poetische und rhythmisierte Kunstsprache, die dem ernsten Thema ein Feuerwerk an Pointen entgegensetzt und sich gleichermaßen an Jugendliche wie Erwachsene wendet. Nominiert für den Jugendtheaterpreis 2008.

TITUS entstand in Kooperation mit dem Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium Münster und wird als Klassenzimmerstück in Schulen gespielt (6.-9. Klasse, Dauer: 40 Min. mit anschl. Gespräch ca. 1 1/2 Std. Richten Sie Ihre Anfragen an unsere Dramaturgie.)

Inszenierung & Bühne | Tanja Weidner
Kostüme | Elisa Frommhold

Mitwirkende | Florian Bender [Titus]


PRESSESTIMMEN

Es geht turbulent zu in dieser Klasse. Und ist mucksmäuschenstill. Und laut. Und leise. 50 Minuten lang in rascher Abfolge. Doch in keinem Moment verliert der Mann in Klasse 8 am Schlaun-Gymnasium die Kontrolle über die Situation. Das liegt am Stück von Jan Sobrie, an der Inszenierung von Tanja Weidner und vor allem am Schauspieler Florian Bender.

[...] Sobrie gibt seinem pubertierenden Titus viel Humor mit. Namen mit Kicherpotenzial („Käpt'n Schuppe" – nomen est omen) und lustige Beobachtungen (Titus sortiert beim Schwimmen Mütter nach allen möglichen Körperteilen) sorgen für Freude bei ihm und Lacher in der Klasse. Und Sobrie lässt Titus einfache schöne Sätze sagen: „Wir lachen die Tränen dieser Welt weg." Das Stück hält dadurch die Balance zwischen Betroffenheit und Spaß. Und es endet positiv: „Das Leben ist viel zu schön, um zu springen."

Florian Bender nimmt man seinen inneren Teenager ab, wie er so über die Tische turnt und seine Augen leuchten lässt. Regisseurin Tanja Weidner hat einen guten Fluss von Aktion und Ruhe geschaffen. Manchmal reicht das Auf- und Zudrehen eines Wasserhahns für nachdenkliche Momente. [...]
Westfälische Nachrichten, 20.9.2013

[...] Bender, jugendlich-sportlich in Jeans und gestreiftem T-Shirt erzählt in hohem Tempo von Titus' Erlebnissen und Erfahrungen mit dem Vater, mit Tinas Mutter und mit dem Lehrer. Deren Stimmen imitiert er anschaulich und abwechslungsreich: den Lehrer lispelnd-zischend, Tinas Mutter kreischend-schrill.

Auch gelingt es ihm, die Gefühle des Heranwachsenden, Einsamkeit und Wut, aber auch Träume und Hoffnungen, authentisch auszudrücken. Dafür nimmt er den ganzen Klassenraum samt Schüler in Beschlag: Er springt über Tische und Bänke, wenn er wütend an Tinas Mutter denkt. Die habe mehr Mercedes-Autos als Gefühle. Um zu zeigen wie er sich liebevoll mit Tina unterhält, geht er auf eine Schülerin zu und spricht sie direkt an.

Humoristische Einlagen lockern die Stimmung des Stücks auf. Wenn Titus erzählt, dass er nach dem Lieblingsschwein seines Vaters benannt ist und wenn er nachahmt, wie es traurig, verliebt oder wütend grunzt, sind ihm die Lacher der Schüler sicher.

Denen gefiel der Wechsel zwischen Emotionen und Witz besonders gut, aber auch der hoffnungsvolle Ausgang des Stücks: „Das Leben ist viel zu schön um zu springen" beendet Titus seine Geschichte.
Münstersche Zeitung, 20.09.2013

"Titus", ein Theaterstück wie gemacht für einen Klassenraum [...].

"Das ist ein Stück mit Emotionen auf Augenhöhe mit den Schülern", gab Regisseurin Tanja Weidner schon vor Beginn der beiden Aufführungen für die drei Zehner-Klassen die Richtung vor. Mit einem alleinerziehenden Vater, der seine Fleischerei eigentlich an seinen Sohn weitergeben möchte, einer erwiderten, aber nicht erlaubten Liebe zu Tina, wächst Titus auf. [...]
Diese Mischung aus Einsamkeit, Scheitern, Aufgeben, aber auch aus Mut und der Hoffnung, nicht alleine zu bleiben, treibt den verzweifelten Titus auf das Dach seiner Schule. Bevor er jedoch den entscheidenden Schritt wagt, nimmt er die Schüler mit auf eine Reise durch seine Gedanken und kommt zum Schluss der Geschichte zu der Erkenntnis: "Das Leben ist viel zu schön, um zu springen".[...]

Die Texttöne waren mal ruhig und besinnlich, mal rhythmisch laut-stark. Langeweile kam nie auf. So urteilten auch die Schüler nach der Aufführung einheilig über das Stück und die Schauspielkünste von Florian Bender [...]. Die Zehntklässler fanden das Stück abwechslungsreich, realistisch, trotzdem cool und auch nachdenklich.
Die Glocke, 07.02.2014


Drei Fragen an Schauspieler Florian Bender:

"Florian, was bewegt Sie, mit "Titus" durch die Klassenzimmer des Münsterlands zu touren?"

Bender: "Das Klassenzimmer ist für uns das Bühnenbild, das deutlich mehr Intimität bietet als eine normale Bühne. [...]"

"Welche pädagogischen Ziele kann Theater in der Schule erfüllen?"

Bender: "[...] Meiner Meinung nach fördert Theater ganz besonders das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl eines jeden Schülers - und das Zusammengehörigkeitsgefühl der gesamten Klasse."

"Sie thematsieren in "Titus" diese existenziellen Fragen, wirken dabei aber keineswegs oberlehrerhaft wie man aus vielen Jugend-Stücken kennt. Wie geht das?"

Bender: "Der belgische Autor Jan Sobrie hat das Stück [...] aus der Sicht eines Jugendlichen geschrieben. Daher ist es nicht aus der Sicht von Eltern oder Lehrern aufdiktiert. Das macht die Handlung sehr authentisch - und sehr nah dran an den Schülern. Ich hoffe, daß die Diskussion [...] die Augen der Schüler für diese Themen noch weiter öffnet."
Ahlener Zeitung, 07.02.2014


SCHÜLERSTIMMEN

Das Stück TITUS hat mir sehr gut gefallen. Es war wirklich gut gespielt und auch nachvollziehbar. Teilweise hat es mich an mich selbst erinnert und auch sehr berührt. Das Stück ist sehr abwechslungsreich: Mal ernst, mal traurig, mal fröhlich, mal ironisch.. Wirklich toll! (Schülerin, 7. Klasse)

Das Theaterstück TITUS gefiel mir sehr gut, besonders, dass auch wir mit ins Stück einbezogen wurden. Die Situationen, die im Stück dargestellt wurden, hat bestimmt auch schon jeder einmal erlebt und so konnte man sich gut in Titus hineinversetzen. Ich wollte mich auch bedanken, dass Ihr uns am Ende alle unsere Fragen beantwortet habt! (Schüler, 7. Klasse)

Ich fand es ziemlich gut, wie Sie gespielt haben. Theater spielen finde ich schon seit dem Kindergarten toll. In der Grundschule war ich sogar für meine Auftritte bekannt (natürlich nur in der Schule). Ich fände es toll, wenn Sie uns wieder besuchen würden und uns mit einem anderen Stück überraschen! (Tina, 7. Klasse)

Das war das beste Theaterstück mit einer Person, das ich je gesehen habe. Besonders haben mir die Szenen mit dem Fisch und der Krähe gefallen. Der Großteil des Stücks war sehr witzig und hat uns viel Spaß gemacht. Danke! (Schülerin, 7. Klasse)

Sie haben sehr gut geschauspielert. Ich war Thomas. Ich fand es gut, dass Sie mich mit einbezogen haben. Danke, dass Sie gekommen sind, Herr Bender. (Schüler, 7. Klasse)

Ich fand das Stück TITUS total gut. Sie haben die ganzen Gefühle und Emotionen gut umgesetzt, was ich sehr erstaunlich fand. Ich würde mir wünschen, dass Ihr Theater uns nochmal in der achten Klasse besucht! (Laura, 7. Klasse)

Dank diesem Stück möchte ich meine Wand jetzt immer vollkritzeln, aber ich weiß nicht, ob ich das darf. Die Krähe und der Fisch waren auch wichtige Bestandteile des Stücks, denn ich habe sehr lange darüber nachgedacht, was diese Tiere und allgemein Titus' Fantasien zu bedeuten haben. Die Fragerunde war hilfreich und hat viele schlauer gemacht. Danke, dass Sie da waren und uns so gut unterhalten haben.
(Schüler, 7. Klasse)