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Das philosophische Café

Philo-Cafe web

Prof. Dr. Christa Runtenberg, 
 ehemals von der Westfälischen Wilhelms-Universität, jetzt an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, und WBT-Intendant Meinhard Zanger laden Sie zum gemeinsamen Philosophieren ein. Im PHILOSOPHISCHEN CAFÉ wird an fünf Sonntagen in der Spielzeit in gemütlicher Atmosphäre eine anspruchsvolle Form populärwissenschaftlichen, angewandten Philosophierens stattfinden und gelebt. Philosophische Fragen und Probleme, die relevant sind in der alltäglichen Lebenswelt werden durchdacht, diskutiert, reflektiert. Auch existentielle Themen und Fragen werden erörtert und aufgegriffen. DAS PHILOSOPHISCHE CAFÉ versteht sich als ein Ort, an dem das Selbstdenken der Philosophierenden im Mittelpunkt steht. Philosophische Perspektiven, Deutungsangebote, Bilder, Selbstverständnisse in Bezug auf bestimmte Fragen und Probleme werden aufgedeckt und reflektiert.

DAS PHILOSOPHISCHE CAFÉ ist ein Ort, an dem auch verschiedene Formen, Weisen, Techniken und Medien des Philosophierens zum Einsatz kommen wie Textdiskussionen, eigenes Schreiben, die Debatte und Argumentation, Vorträge mit Diskussion, philosophieren im "open space" und vieles mehr. Verschiedene Referenten und Referentinnen, Experten und Expertinnen werden die jeweiligen Termine gestalten.

Der Eintritt ist frei
.



Spielzeit 2017 | 18

17 | "Zum Zauber von Neuanfängen"
(im Rahmen der Eröffnungswoche des neuen Philosophicums)
mit 
Prof. Dr. Christa Runtenberg und Meinhard Zanger
Sonntag, 15. Oktober 2017 | 11 Uhr
ACHTUNG: Entgegen der Ankündigungen doch im WBT-Foyer!

Immer wieder ist man im Leben damit konfrontiert, Neuanfänge gestalten zu müssen bzw. zu dürfen. Theater führen neue Stücke auf, Schauspieler und Schauspielerinnen wechseln ihren Arbeitsort, Philosophische Seminare beziehen neue Räumlichkeiten, entwickeln neue Studiengänge und Strukturen. Im Rahmen dieses Philosophischen Cafés wird der Zauber, der ja bekanntlich jedem Anfang innewohnt, im Mittelpunkt des Philosophierens stehen. Auch die Stolpersteine und Herausforderungen, die mit Neuanfängen verbunden sind, werden in den Blick genommen.


18 | „Das Denken der Liebe"
mit 
Lena Westerhorstmann undProf. Dr. Christa Runtenberg
Sonntag, 3. Dezember 2017 | 11 Uhr

Im Stück DER LETZTE VORHANG wird von einer nicht erfüllten Liebe eines Schauspielerpaares erzählt. Die beiden Protagonisten, ehemals ein Traumpaar der Theaterszene, die auch privat eine kurze Affäre hatten, begegnen sich wieder und versuchen, an alte Zeiten anzuknüpfen. Das Schwingen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, emotionale Achterbahnfahrten und viele Fragen bestimmen diesen Versuch. Auch in der Philosophie wird die Frage diskutiert, wie wichtig die Liebe ist, um das Zusammenleben der Menschen besser zu gestalten. Nicht nur die Liebe als tiefes Gefühl, sondern auch das Denken der Liebe oder die Liebe als heroisches Ereignis werden diskutiert. In diesem Philosophischen Café werden kurze Texte aus einschlägigen philosophischen Theorien vor- und zur Diskussion gestellt, die die Liebe denken wollen.


19 | "Szenarien einer besseren Welt." Philosophieren mit Gedankenexperimenten
mit Kerstin Gregor und Prof. Dr. Christa Runtenberg
Sonntag, 4. Februar 2018 | 11 Uhr

Im Stück HAROLD UND MAUDE wird die Geschichte eines jungen Mannes mit einer Vorliebe für Morbides und einer unkonventionellen, lebenslustigen alten Dame, die in „geliehenen“ Autos durch die Stadt rast und wenig Respekt vor Eigentum hat, erzählt. Beide trennen 60 Jahre, aber ihre Gegensätzlichkeit zieht sie an und ermöglicht beiden, ein besseres Leben zu gestalten. Gedankenexperimente regen zum Nachdenken an und ermöglichen es, Szenarien einer besseren Welt zu erproben. Das Philosophieren mit Gedankenexperimenten ist eine spezifische Form des Philosophierens, die in diesem Philosophischen Café vorgestellt und ausprobiert werden soll.


20 | Was heißt "Verstehen"?
mit Prof. Dr. Christa Runtenberg
Sonntag, 15. April 2018 | 11 Uhr

Angesichts verschiedener Schwierigkeiten mit anderen wirklich zu sprechen, sich mit ihnen zu verständigen, wird die Bedeutung differenzierten Denkens, des Zuhörens, des Schweigens, des Verstehens immer wichtiger. In dem Stück ICH WERDE NICHT HASSEN wird die Geschichte eines palästinensischen Arztes erzählt, der bei einem Granatenangriff seine drei Töchter verlor und sich trotzdem, oder deswegen, gegen den Hass, für Verständigung und Völkerverständigung, für das Verstehen engagiert. Zuhören und Verstehen werden auch in vielen philosophischen Konzeptionen als grundlegende menschliche Fähigkeiten aufgefasst, die unbedingt gefördert werden sollen, wenn diese Welt ein kleines bisschen besser werden soll. Im Rahmen dieses Philosophischen Cafés werden zentrale Theorien des „Verstehens“ vor -und zur Diskussion gestellt.


21 | Die Vielfalt von Lebensformen. Philosophieren mit Songs und Songtexten. 
mit 
Dr. Sebastian Laukötter und Prof. Dr. Christa Runtenberg
Sonntag, 3. Juni 2018 | 11 Uhr

WUNSCHKINDER, das neue Stück von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, untersucht das Verhältnis zwischen Menschen verschiedener Generationen und wirft einen kritisch-humorvollen Blick auf die unterschiedlichen Zukunftspläne zwischen jungen Erwachsenen und ihren Eltern sowie Lebensmodelle des Mittelstandes. Auch in Songtexten werden Lebens- und Zukunftspläne thematisiert. Songs lassen sich gut zum Ausgangspunkt der Diskussion über die Frage machen, wie wichtig die Vielfalt von Lebensformen ist. Auch in dieser Reihe des Philosophischen Cafés wird Dr. Sebastian Laukötter wieder Songs auf der Bühne im musikalischen Vortrag zu Gehör bringen, um anschließend die philosophischen Aspekte ihrer Texte und ihrer musikalischen Umsetzung zu diskutieren.



 
 
Christoph Gilsbach